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Tagesbetreuung bei tandem BTL: Einrichtungsleitungen schärfen pädagogisches Profil in Lehnin
Erstellt
Thema tandem intern
von Kristin Schulze
„Wenn wir morgen alle unsere Konzepte austauschen würden – könnte man dann noch erkennen, welche Einrichtung, welche ist?“ Mit dieser spannenden Frage starteten die Einrichtungsleitungen des Bereichs TAG in ihre diesjährige Klausurtagung im Gästehaus am Klostersee in Lehnin.
Pädagogische Haltung im Fokus: Was ein starkes Einrichtungsprofil wirklich ausmacht
Zwei Tage lang nahmen sie sich bewusst Zeit, den pädagogischen Alltag zu verlassen und sich mit einer Frage auseinanderzusetzen, die für die Weiterentwicklung unserer Einrichtungen von großer Bedeutung ist: Was macht unser Profil aus – und wie wird es für andere sichtbar? Viele pädagogische Konzepte ähneln sich. Sie beschreiben Werte, Ziele und Schwerpunkte, die in zahlreichen Einrichtungen zu finden sind. Doch ein Profil entsteht nicht allein durch das, was geschrieben steht. Es zeigt sich vor allem darin, wie wir unsere Haltung im täglichen Miteinander leben und wie diese von Kindern, Jugendlichen, Familien, Mitarbeitenden und Kooperationspartner*innen wahrgenommen wird.
Schwerpunkt vs. Profil: Warum die Haltung den Unterschied bringt
Die besondere Atmosphäre am Klostersee und der inspirierende Kunstort Lehnin boten den idealen Rahmen, um neue Gedanken zuzulassen, Perspektiven zu wechseln und gemeinsam über die Zukunft unserer Einrichtungen nachzudenken. Zu Beginn der Klausur beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, worin sich ein pädagogischer Schwerpunkt und ein Profil eigentlich unterscheiden. Schnell wurde deutlich: Nicht das Was macht den Unterschied, sondern das Wie. Ein klares Profil entsteht dort, wo Werte konsequent gelebt, Entscheidungen bewusst getroffen und pädagogisches Handeln für andere erkennbar wird.
Von der Kita bis zum Förderzentrum: Standortanalyse und gemeinsame Orientierung
In verschiedenen Arbeitsphasen analysierten die Einrichtungsleitungen ihre jeweiligen Standorte und tauschten sich über Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der unterschiedlichen Systeme – Kitas, EFöB an Grundschulen und Förderzentren – aus. Dabei wurde deutlich, dass ein authentisches Profil nicht an eine Einrichtungsform gebunden ist. Vielmehr gibt es übergreifende Merkmale, die in allen Bereichen Orientierung geben und Identität stiften.
Fazit & Ausblick: Profilentwicklung als lebendiger Prozess im Alltag
Am Ende der Klausur stand deshalb nicht nur die Erkenntnis, dass jede Einrichtung ihre individuellen Stärken sichtbar machen kann, sondern auch die gemeinsame Überzeugung, dass Profilentwicklung ein fortlaufender Prozess ist. Es geht darum, den eigenen Blick immer wieder zu schärfen und sich bewusst zu fragen: Wie erleben andere unsere Einrichtung? Was bleibt in Erinnerung? Und wie können wir unsere pädagogische Haltung noch sichtbarer machen? Mit vielen neuen Impulsen, konkreten Ideen und dem gemeinsamen Ziel, das eigene Profil im Alltag noch bewusster zu gestalten, kehrten die Einrichtungsleitungen in ihre Einrichtungen zurück. Denn ein starkes Profil entsteht nicht auf dem Papier – sondern jeden Tag im gemeinsamen Handeln.